Nachruf auf Genossen Günter Ackermann

Am Morgen des 26. April 2017 ist Genosse Günter Ackermann nach langer Krankheit verstorben. Günter war einer der ersten in Deutschland, der vom marxistisch-leninistischen Standpunkt den modernen Revisionismus (Chruschtschow-Revisionismus) kritisierte und den Kampf dagegen organisierte. Am 22. April 1967 gründete er mit Werner Heuzeroth die Freie Sozialistische Partei ( Marxisten-Leninisten). Silvester 1968 war er Gründungsmitglied der KPD/ML. Im 1. Zentralkomitee der KPD/ML war er der Verantwortliche für das Ressort Betrieb und Gewerkschaft. Wegen Differenzen über die Gewerkschaftsarbeit ging er 1971 zur Gruppe „Bolschewistische Linie in der KPD/ML“ und ab Januar 1972 zur KPD/ML- Zentralbüro (ZB) mit dem Zentralorgan Rote Fahne. Im März 1973 war er aktiv beim Streik bei Mannesmann in Duisburg-Huckingen.

Über diesen Streik hat er ausführlich berichtet in seinem Buch: „Wir gehen nach vorn. Bericht über den Streik der Profilwalzwerker bei Mannesmann im März 1973.“ (VKT Verlag, Münster). In den letzten Jahren betrieb er die Seite www.kommunisten-online.de, auf der er viele wichtige, ausgezeichnete und wertvolle Artikel zur Verteidigung des Sozialismus und Marxismus-Leninismus veröffentlichte. Seine Schwäche lag darin, daß er bis zuletzt die Illusion hegte, daß man 28 Jahre nach der Wende die DDR-Nostalgiker noch von ihren revisionistischen Vorbildern Ulbricht, Honecker und Breschnew abbringen könnte.

Dennoch hat er Großes geleistet und nachfolgende Generationen von Klassenkämpfern können aus dem Schatz an Wissen, das er hinterlassen hat, viel lernen.

Die KPD/ML wird ihn immer in Ehren halten.