Die Nafri von Köln

Der Kern der Gewalttäter vom Silvester in Köln sind die sogenannten Nafri, die aus dem Maghreb (Marokko, Algerien und Tunesien) stammen.

Im Intranet der Kölner Polizei findet man eine Seite mit dem Namen „AP Nafri“ - das Analyseprojekt Nordafrikanische Straftäter. „Die Klientel verhält sich äußerst aggressiv“, werden die Polizisten dort gewarnt, „bei Festnahmen durch Polizeibeamte kommt es regelmäßig zu rücksichtslosen Verhaltensweisen wie unkontrolliertem Schlagen, Treten, Beißen.“ Dabei bleibe es nicht, es „werden auch Waffen und gefährliche Gegenstände eingesetzt (Einhandmesser, teilweise beidseitig geschliffen, große Pfeffersprayflaschen, Schlagringe, große Glassplitter u.ä.)“

1947 nordafrikanische Tatverdächtige ermittelte die Kölner Polizei im Jahr 2015.“Dieses Milieu ist sehr groß und wächst kontinuierlich“, sagt Kriminalpolizist Thomas Schulte,der in der Szene ermittelt. Es handle sich nicht nur um Trickdiebe oder sogenannte Antänzer – sondern auch um skrupellose Gewalttäter.

„Das sind junge Männer, die weder Geld noch gesellschaftlichen Anschluss haben und häufig auch keine Papiere“, sagt Martin Zillinger von der Uni Köln. Der Ethnologe forscht in Marokko und zu marokkanischen Migranten in Europa. Viele kämen nach Deutschland, obwohl sie wüßten, daß sie hier wahrscheinlich nicht bleiben können. Sie wüssten aber auch: Bis sie abgeschoben werden sollen, vergehen zwei Jahre, eher drei. Viel Zeit, in der sie als Asylbewerber ohne Arbeitserlaubnis kein Geld verdienen können – zumindest legal. Doch zuhause in Marokko sitzt die Familie und hofft auf den nächsten Scheck per Western Union.

„Auf ihrem Weg durch Europa versuchen sie, sich irgendwo ein Leben aufzubauen. Aber sie ziehen von Scheitern zu Scheitern. Auf der Suche nach Möglichkeiten, um Geld zu verdienen, werden sie irgendwann kriminell“, sagt Martin Zillinger, „Dann verdienen sie ihr Geld auf der Straße“. Zum Beispiel auf den Kölner Ringen, wo nachts Betrunkene leichte Beute sind, in der Altstadt zwischen schleichenden Touristengruppen. Oder in Einkaufszentren, wo Portemonnaies gezückt werden, Handys achtlos in Hosentaschen verschwinden.

Im Behördendeutsch der Polizei verschwinden diese Existenzen hinter Abkürzungen. Nafri,MAR-m-23. Nordafrikanischer Straftäter, Marokkaner, 23 Jahre alt. Sie sind auf Diebstahl und Raub spezialisiert, trinken viel oder nehmen Drogen. Seit dem Ende der Nullerjahre sind sie in Köln als Tätergruppe bekannt, erzählt ein ehemaliger leitender Kölner Polizist.“Es handelt sich um Berufskriminelle“, sagt er, „ die leben davon“.

Die Polizisten bewegen sich im Einsatz zwischen feinen Linien. Hier das Polizeigesetz NRW, Paragraph 1 – der Auftrag, Straftaten zu verhüten. Da die Ermittlungserfolge – Straftat zulassen, Sekunden später zugreifen, Diebesgut sicherstellen, Handschellen anlegen. Sie müssen richtig einschätzen: Zücken die Täter gleich ein Messer oder schlagen sie das Opfer nieder? Dann greifen sie ein. Sonst warten sie meist ab.

Die Ermittlungen seien beschwerlich und oft unbefriedigend, erzählen Polizisten. Eine Sisyphusarbeit, bei der selbst Erfolge häufig einen bitteren Nachgeschmack haben. Denn nehmen die Beamten einen Täter in flagranti fest, reicht das Vergehen häufig nicht für eine Haftstrafe. So grinsen ihnen beim nächsten Einsatz die Täter zu, die sie noch in der Vorwoche verhaftet haben. Im Intranet der Kölner Polizei heißt es: „Den Angehörigen der Zielgruppe gelingt es immer wieder, durch die oft unwahre Behauptung, „ausländische Jugendliche ohne Ausweispapier zu sein, einen 'Schutzwall' zu errichten.“

Wenn die jungen Männer „arbeiten“ gehen sind sie meist zu dritt, erklären Beamte. Einer sichert, ein zweiter lenkt das Opfer ab, legt einen Arm um dessen Schultern oder stellt ihm ein Bein, ein Dritter zieht das Handy aus der Tasche. Wehrt das Opfer sich, kassiert es Schläge oder spürt eine Klinge am Hals.

Sexuelle Übergriffe einer großen Gruppe kannte man von diesen Tätern bislang nicht. Daß aber einzelne nordafrikanische Banden schon nach diesem Muster vorgingen, stehe in einem sogenannten Beobachtungs- und Feststellungsbericht einer Zivilstreife vom 11.11. 2014, berichtet ein Polizist. Dort wird beschrieben, wie die jungen Täter gezielt Frauen umzingeln und begrapschen, ehe sie in der karnevalesken Masse verschwinden.

Kaum Chancen auf Asyl

Eine Untersuchung des Kölner Kriminalkommissariat 41 ergab: Von den mehr als 800 Maghrebinern, die zwischen Oktober 2014 und November 2015 bei der Kölner Polizei als Flüchtlinge registriert wurden, weil sie in deren Gebiet untergebracht waren, begingen 40 Prozent Straftaten, vor allem Raub und Diebstahl.

Nicht die Herkunft ist entscheidend. Sondern, was sie auf dem Amt wert ist. Weniger als 4 Prozent der Asylanträge von Marokkanern werden bewilligt,knapp zwei Prozent der Algerier. Viele lassen sich deshalb gar nicht erst registrieren, sondern halten sich von Beginn an illegal im Land auf. Integration gehört meist gar nicht erst zu ihrem Plan. Ihre Devise lautet: Ein möglichst gutes Leben leben, nicht zu oft erwischen lassen, und wenn das Glück aufgebraucht ist, geht es woanders hin.“ Sie haben Probleme, sich einzuordnen, leben teils schon seit Jahren als Vagabunden. Auch in der großen, gut integrierten nordafrikanischen Community bekommen sie daher Probleme und finden keinen Platz“, sagt der Ethnologe Martin Zillinger. „Stattdessen landen sie in kriminellen Strukturen“. Fängt das eine Netz sie nicht auf, verfangen sie sich im anderen.

Beutezüge

Bislang weisen die Erkenntnisse des AP Nafri nur darauf hin, daß es sich um lose verbundene Gruppen handelt, die sich über ganz Nordrhein-Westfalen verteilen und über das Internet miteinander kommunizieren. „Was wir wissen, ist daß sie sich zum Beispiel in ihren Flüchtlingsunterkünften treffen und spontan zu Beutezügen verabreden“, sagt Thomas Schulte. Dabei beschränken sie sich nicht auf einen Ort.Regelmäßig nehmen Polizisten Tatverdächtige fest, die aus Mettmann, Gelsenkirchen oder Wuppertal nach Köln gefahren kommen und gestohlene Handys als ihre Pendlerpauschale verstehen.

Das macht die Ermittlungen schwierig. Es gibt keinen konkreten Ort,auf den sich die Polizei jetzt konzentrieren könnte. „Die meisten der 135 Beamten aus der Ermittlungsgruppe Neujahr hocken vor dem Rechner und bekommen viereckige Augen“, erzählt ein erfahrener Polizist aus der ehemaligen Führungsriege der Kölner Polizei. Verpixelte Videos müssen gesichtet, soziale Netzwerke durchforstet, Handys geortet werden. Andere Ermittler vernehmen Zeugen, vergleichen Aussagen, legen Fotos von Verdächtigen vor. Auf der Straße ermitteln, mit Hausdurchsuchungen und Handschellenanlegen – das ist nach den diffusen Ereignissen der Silvesternacht die absolute Ausnahme.

Sollten Polizei und Staatsanwaltschaft Tatverdächtige überführen können und diese zu Haftstrafen von mindestens einem Jahr verurteilt werden, könnten viele von ihnen abgeschoben werden. Zumindest in der Theorie. Denn schon jetzt leben laut Innenministerium 8000 ausreisepflichtige Nordafrikaner – nicht nur aus dem Maghreb – in Deutschland, viele von ihnen ohne Papiere. Die erforderlichen Ersatzdokumente für eine Abschiebung stellen indes weder Marokko noch Algerien aus.

Ursachen

Pseudolinke verteidigen die Berufskriminellen noch:“Die holen sich das, was die Kolonialisten in Arabien und Afrika geklaut haben und noch immer klauen.“ „Aber das holen die Kommenden jetzt nach. Davon können nicht genug kommen, damit die Wohlstandsspießer unruhige Nächte bekommen.“

Als ob nur Wohlstandsspießer beklaut werden, nicht der Student, der Arbeitslose, die Oma im Supermarkt usw. Außerdem hat Deutschland seit 100 Jahren keine Kolonie mehr und im Maghreb schon gar nicht.

Die Ursache ist der große Bevölkerungsüberschuß in Nordafrika. Genauso wie das Regime in Berlin unfähig ist , die Geburtenrate zu steigern, so sind Regime in Nordafrika unfähig die Geburtenzahlen zu senken. Wie es anders geht zeigt China. Auch China wurde vor 1950 vom Kolonialismus ausgebeutet.Mit der von Deng Hsiao Ping 1979 in China eingeleiteten Ein-Kind-Politik wurden die Geburtenzahlen so effektiv gesenkt, daß jetzt sogar wieder in die andere Richtung umgesteuert werden mußte. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Die Völker haben auch Eigenverantwortung. Wir Deutsche können auch nicht Hitler mit der Ausplünderung durch den Versailler Vertrag entschuldigen. Die Monarchie in Marokko und die Diktatur in Algerien müssen gestürzt werden.  

17.01.2016