Die Revolution dem Wesen nach international.

Der Erscheinung nach national. Wer diese Dinge auf den Kopf stellt, wer die Revolution
exportieren will, der wird unweigerlich scheitern. Daran ist die sozialimperialistische
Sowjetunion gescheitert, daran wird das sozialimperialistische China scheitern. In Albanien
hatte sie sich die Zähne aus gebissen. Daran werden die Revolutionen in Tunesien und
Ägypten scheitern. Daran scheiterte Kuba und Guevara. Warum rufen Marx und Engels im
Manifest dazu auf: Proletarier aller Länder vereinigt Euch.? Warum scheiterte die
Kommunistische Internationale? Warum fallen die Trotzkisten mit ihren Internationalen
immer wieder auf den Bauch? Warum scheiterten die Interbrigaden in Spanien? Warum
gab es den vorläufigen Sieg des Nazifaschismus in Deutschland. Erst die Einheit der
Sowjetvölker konnte den Nazifaschismus in Deutschland besiegen. Ernst Thälmann wurde
schärfstens angegriffen, weil er ein Sowjetdeutschland wollte.
Wir wissen, der Imperialismus hat seine Ketten rund um die Erde gespannt. Je mehr der
Kapitalismus verfault, die Ketten reißen, da brechen Revolutionen aus und erschüttern das
gesamte Weltsystem des Kapitalismus. Es ist wie eine Kettenreaktion. Die Kapitalisten
stemmen sich mit aller Macht gegen das Zerreißen der Ketten, flicken hier, flicken da. In
Afghanistan oder sonst wo. Diese Tage nun geht das Riss wie ein Lauffeuer um die Erde.
Ein Land nach dem anderen bricht in Revolution aus. Doch dann wird der Charakter der
Revolution plötzlich national. In Deutschland kam das 1989 durch die Parole „Wir sind ein
Volk“ zum Ausdruck, aber damit war die Revolution in der DDR gescheitert. Der
Sozialismus konnte nicht aufgebaut werden, im Gegenteil die Arbeiter und Bauern wurden
endgültig enteignet, die Bodenreform Makulatur. Die sozialistische Revolution erstickte im
Deutschlandtaumel. Die SED posaunte etwas von Deutschland einig Vaterland, wo sie
noch vorher von der sozialistischen Nation DDR sprach. Die NVA war dazu gedrillt auf
westdeutsche Arbeiter zu schießen, sie seien reaktionär.

Die Verdrehung der nationalen und sozialen Frage, die einst Ernst Aust in seiner Kieler
Rede Deutschland dem deutschen Volk erstmals seit langen Jahren wieder auf die Füße
stellte, rief bei den Revisionisten ein heilloses Gezeter hervor. Eine wahre Hexenjagd
begann, als die Sektion DDR der KPD/ML gegründet wurde, weil die KPD/ML für ein
vereintes, unabhängiges und sozialistisches Deutschland war. Der bürgerliche
Nationalismus spaltet die Nation. Und so geschah es als die Revolution in der DDR
ausbrach, von den Revisionisten Konterrevolution bezeichnet, Ossis und Wessis waren
fortan jeweils die Fremden. Die Einheit der Arbeiter und Bauern ein Fremdwort. Doch der
Deutschlandtaumel ist vorbei, trotz aller Bemühungen der Herrschenden diesen wieder auf
zu wärmen.

Nun gibt es welche, die rufen Solidarität mit Tunesien und Ägypten. Doch damit ist ihnen
nicht geholfen. Tunesien hat mit seiner Revolution der Revolution in Ägypten geholfen,
Mubarak ist weg. Nicht zu vergessen hat Albanien bereits 1997 auf der Barrikade
gestanden und Berisha weg gejagt. Seit Monaten tobt auf der Straße in Griechenland die
Revolution. Es ist also keine arabische Revolution. Ein Milliardenrettungspaket wurde in
Griechenland hineingepumpt. China versucht dort wieder Fuß zu fassen und kauft
Staatsanleihen auf und den Hafen von Piräus. Solidarität aber bedeutet den Klassenkampf
im eigenen Land zu unterstützen. Die Verbindung der Barrikade mit allen Ländern ist
wichtig. Wenn die Arbeiter bei Hösch für mehr Lohn gestreikt hätten, dann hätte Hösch
kein Geld gehabt um Voest-Alpine feindlich zu übernehmen und das Stahlwerk in Elbasan
gleich mit. So aber ist das Stahlwerk in Elbasan eine Ruine. Große Schuld trifft somit die
sesselfurzenden KPD/ML Betriebsräte dort mit dem Trotzkisten Koch. Unsere
Antiimperialisten sind somit nichts als hohle Sprücheklopfer. Albanien wollte mit der
Verarbeitung seines Chromerzes eigene Einkommen schaffen. So aber wurde gegen das
Chromerz spekuliert, es türmte sich auf Halden im Hafen von Durres. Die

Chromerzarbeiter wurden arbeitslos und warten heute auf Almosen von der EU.
Inzwischen ist die EU pleite und im Kosovo herrscht 60 % Arbeitslosigkeit. Weder Albanien
noch der Kosovo sind lebensfähig. Dumpfer Nationalismus soll die Albaner zusammen
halten. Mit leeren Versprechungen ist Berisha wieder aufgetaucht und hat um sich eine
Bande von korrupten Funktionären der ehemaligen Partei der Arbeit versammelt. Alle
gelobten dem Stalinismus abgeschworen zu haben. Albanien einst das Leichtfeuer des
Sozialismus ist wieder zu einem Armenhaus geworden. Doch unter Stalin und dem
Stalinisten Enver Hoxha hatten die Menschen satt zu essen, die Läden waren voll. Es
zählte also zu den Verbrechen Stalins und Enver Hoxha volle Kochtöpfe zu haben bei den
Proleten.

Sowohl Tunesien und Ägypten waren Mitglied der Sozialistischen Internationalen, deren
einstiger Chef Brandt in Deutschland mehr Demokratie wagte und 150 000 Menschen um
Lohn und Brot brachte. Es ist eine Internationale von Folter und Terror gegen das Volk.
Auch die PASOK mit Papandreou in Griechenland ist in diesem Club und prügelt mit
seiner Polente auf die hungernden Proleten. Scheinheilig wird nun mit der Revolution in
diesen Ländern Sympathie bekundet. Die SED bemüht die Freundschaft zu Nasser, ein
treuer Freund Chruschtschows.

Doch gerade er war es, der aus Ägypten eine Baumwollrepublik machte. Mit Assuan-
Staudamm und kaputten Feldern wiederholte er den Unfug vom Schwarzen Meer. Hier wie
dort hungern die Menschen und verfluchen den Sozialismus, was nicht zuletzt zur
Revolution führte.
Die bürgerlich-revisionistische Welt ist eine Welt des Niedergangs. Sie versucht das Leben
des Kapitalismus zu verlängern oder wie in Albanien den Kapitalismus wieder her zu
stellen. Nach dem 20. Parteitag der KPdSU predigte Chruschtschow Gulasch und die
Töpfe wurden immer leerer. Der Gulaschkommunismus wurde geboren, eine neue
Variante des Revisionismus. Man hatte den Revisionismus um die Variante mit
kommunistischen Anstrich erweitert. Heute nun sind die Häutungen des Revisionismus so
weit fortgeschritten, daß auch Stalin einbezogen wird. Das Verteufeln von J.W. Stalin und
die Kritik am Personenkult um Stalin gerät in Gefahr eine Luftblase zu werden.
Aber man beharrt weiter darauf mit kapitalistischen Produktionsverhältnissen den
Sozialismus auf bauen zu wollen. Das ist in Tunesien gescheitert, das ist in Ägypten
gescheitert, das ist in der DDR gescheitert. Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Und
so hat man einen riesigen Militär- und Spitzelapparat aufgebaut um die angeblichen
Errungenschaften des Sozialismus zu verteidigen. Verteidigt hat man nur die eigene
Tasche. Von den Errungenschaften ist weit und breit nichts zu sehen, nur der Hunger.
So fallen diese Hunger- und Operettenstaaten zusammen wie ein Kartenhaus, wenn die
Proleten einmal auf die Straße gehen.

Die Revisionisten haben die internationale und kommunistische Arbeiterbewegung
übernommen und treiben da ihren Spuk, gaukeln internationale Solidarität vor. Doch es
sind meist nur ein paar Studierstubenintellektuelle die Jargonpflege betreiben wie
Antiimperialismus, Sortieren von Haupt- und Nebenfeinden, sich mit dieser oder jener
angeblich revolutionärer nationalen Bourgeoisie verbünden und sich dann beschweren
wenn sie wie in Chile auf die Mütze bekommen. Das Bündnis mit den Arbeitern, Bauern
und Soldaten wollen sie nicht. Nur hohle Phrase und Symbolik. Stattdessen
Dauerkungeleien mit Sozen und den verschiedensten Sekten. Doch wen interessiert das
außer sie selber.

14.02.2011

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