Rettet Julian Assange !

Die Sorge um die Gesundheit von Julian Assange wächst zunehmend. Assanges Anwältin, Jennifer Robinson, sagt, daß er seit dem 14. Juni im Gefängnis Belmarsh sitzt, wo es eine medizinische Einrichtung gibt. Allerdings wurde nichts unternommen, um eine Freilassung Assanges wegen seines Gesundheitszustands zu erreichen. Dagegen wurde einst in Großbritannien der chilenische Diktator Pinochet aus gesundheitlichen Gründen freigelassen! UN-Sonderberichterstatter über Folter, Nils Melzer, sagte im Mai, daß Julian Assange in einem ziemlich erschreckenden Zustand sei. Er wird psychologisch gefoltert. Es ist nicht auszuschließen, daß er während der Haft ums Leben kommt.

In Schweden wurden vor kurzem zwei neue Augenzeugen befragt. Assange wird wegen Vergewaltigung im Jahr 2010 angeklagt. Ihm wurde vorgeworfen, daß er keine Kondome während der Begegnung nutzte, die laut Behauptung Assanges auf gegenseitigen Einvernehmen stattfand. In Schweden gilt das Verrutschen eines Kondoms schon als Vergewaltigung.

Zunächst schloß die Staatsanwältin Eva Finne das Verfahren. Doch danach wurde es wiederaufgenommen, obwohl keine neuen Dokumente vorgelegt wurden. Dieser Beschluß wurde in Verletzung der Gesetzgebung getroffen. Der Fall wurde wieder geschlossen und zum drittenmal wiederaufgenommen – auf Bitte des schwedischen Anwalts Claes Borgström. Diese Person ist Partner derselben Kanzlei wie Thomas Bodström. Bodström ist der ehemalige Justizminister Schwedens, der in schrecklichste Geschichten über Auslieferungen an geheime CIA-Gefängnisse verwickelt ist. So war er an den Fällen Agiza und al-Zreri beteiligt.

Die Zeitung „Le Canard Enchaine“ bezeichnet diesen Prozess seit 2010 als „grausame Machenschaften“ der Geheimdienste. Laut dem offiziellen Publikationsorgan der kubanischen kommunistischen Partei, der Zeitung „Gramma“, gehört der Kläger der US-Organisation National Endowment for Democraciy an, die gemeinsam von der demokratischen und der republikanischen Partei geschaffen wurde.

Diese schwedische Verfahren ist sehr kompliziert. Unmittelbar nach der Verbreitung des Videos „Collateral Murders“, eines der wichtigsten Beweise dafür, was der amerikanische Imperialismus im Irak darstellt, reiste Assange nach Schweden, wo er in eine Falle geriet.

Assange sollte eigentlich am 22. September aus der Haft entlassen werden, doch der britische Richter beschloß, daß er weiter in Haft bleibt. Wie wird dieser Beschluß erklärt?

Er hätte freigelassen werden müssen. Doch er bleibt in Haft, damit die Möglichkeit für seine Auslieferung an die USA bestehen bleibt. Assange könnte jederzeit an die USA ausgeliefert werden, worüber sowohl die Medien als auch die Anwälte nicht genügend sprechen. Besonders vor dem Brexit könnte dies gemäß der europäischen Gesetzgebung erfolgen, die eine Auslieferung vorsieht.

Am 11. und 21, Oktober finden wichtige Anhörungen statt, eine vorbereitende und eine administrative. Polnische Anwälte, Experten für Auslieferung bestätigten gegenüber Wikijustice, daß diese Anhörungen mit dem Ziel stattfinden, die Auslieferung Assanges an die USA vorzubereiten. Deswegen ist es wichtig, sich zu mobilisieren und bei den Gerichtssitzungen anwesen zu sein, weil sie öffentlich sein werden.

Sie rufen die Gelbwesten dazu auf, über den Ärmelkanal zu kommen, um den WikiLeaks-Gründer zu unterstützen.

Der Wikjustice-Auschuß wurde im Sinne der Gelbwesten-Bewegung ins Leben gerufen, von denen sich viele für Gerechtigkeit für Assange stark machen.

Dieser Prozeß betrifft uns alle. Die Rechte Assanges sind beschränkt, seine Inhaftierung ist illegal, weil er keines dieser Verbrechen schuldig ist. Es ist notwendig, daß sich alle einmischen. Die Gelbwesten-Bewegung basier in vielerlei Hinsicht auf den Prinzipien von 1789. Man möchte an die Deklaration der Menschenrechte und das Prinzip der Souveränität erinnern, das vor allem auf der Nation ruht. Gerade diese Nation, die die Tyrannei haßt, fordert Gerechtigkeit. Ihre Staatsbürger sind bereit, das Recht zu verteidigen, ihre Position dazu auszudrücken.

Wie kann man Assange schreiben?

Man muß sein Geburtsdatum angeben – den 3. Juli 1971. Danach die Haftnummer – A9379AY. Und das an das Gefängnis Belmarsh schicken. Die Postsendungen wurden während des Monats blockiert, danach teilten sie am 24. September mit, daß Assange wieder Zugang zu Post habe, und er bekam hundert Briefe. Man sollte ihm weiterhin mit der Forderung nach Beweisen, daß er am Leben sei, schreiben.

Wikijustice bekam von Assange eine SOS-Mitteilung in Morsecode und ein Gedicht. In einem anderen Brief behauptet er, daß er sich derzeit an einem sehr dunklen Ort befindet. Das alles zeigt uns, daß wir kämpfen müssen.

Kein Ruhmesblatt ist das Verhalten der Pseudolinken der USA und Großbritanniens. Weder Bernie Sanders, das linke Feigenblatt der US-Demokraten noch Corbyn, der Labour-Vorsitzende Großbritanniens haben sich bis jetzt zu Assange geäußert. Sie wollen beide Teil des Establishment bleiben.

Organisiert Mahnwachen und Demonstrationen! Unterstützt das Free Assange Commitee Germany!

Übt Druck auf die deutsche Lügenpresse aus, die sich keinen Deut um die Pressefreiheit kümmert!