Orwellstaat China: Kein Internetzugang ohne vorherige Freischaltung per Gesichtserkennung

Chinas Regierung setzt seine Orwellschen Praktiken fort und hat dieser Tage bekannt gegeben, daß seine Bürger nur noch nach Identifikation per Gesichtserkennung das Internet benutzen dürfen. Ab dem 1. Dezember wird diese Vorgabe des Social Credit Systems umgesetzt. Ab diesem Zeitpunkt müssen alle Chinesen, die einen Internetzugang zuhause oder per Smartphone haben wollen diesen Prozeß durchlaufen, um ihre Identität zu bestätigen.

Diese Ausweitung des Social Credit Systems auf die Internetnutzung wird massive Folgen für die dortige Bevölkerung haben. Denn ab dann fließt jede aufgerufene Website in die Bewertung eines jeden Bürgers ein.

Das neue Gesetz wurde am 27. September veröffentlicht und beinhaltet drei Forderungen der chinesischen Regierung an die Telekommunikationsunternehmen:

Erstens müssen alle Telekommunikationsunternehmen anhand der Gesichtserkennung prüfen, ob ein Antragsteller, der eine Internetverbindung beantragt, der Inhaber des Ausweises ist, den sie seit dem 1. Dezember verwenden. Gleichzeitig müssen die Unternehmen prüfen, ob der Ausweis echt und gültig ist.

Zweitens müssen alle Telekommunikationsunternehmen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ihres Dienstes aktualisieren und allen Kunden mitteilen, daß sie ihre Handy-SIM-Karte nicht bis Ende November 2019 an eine andere Person übertragen oder weiterverkaufen dürfen.

Drittens sollten Telekommunikationsunternehmen ihren Kunden dabei helfen zu überprüfen, ob es Handy- oder Festnetznummern gibt, die nicht zu ihnen gehören, aber seit dem 1. Dezember unter ihrem Namen registriert sind. Bei nicht identifizierten Nummern müssen die Telekommunikationsanbieter die Leitungen sofort untersuchen und schließen.

Ein weiteres „Pilotprogramm“ Pekings setzt ebenfalls auf die Gesichtserkennung. Dabei geht es um die Bezahlung der Nutzung der U-Bahnen und Züge per Gesichtserkennung. Zudem plant Peking seine über 170 Millionen Überwachungskameras mit Künstlicher Intelligenz und den Gesichtserkennungstechniken zu verbinden, um den Traum aller Überwacher und Kontrolleure zu kreieren. Zusammen mit den Social Credit System, das die chinesischen Bürger nach ihrem Verhalten beurteilt, belohnt oder bestraft, gibt es für die Chinesen dann kein Entkommen mehr vor dem Staat. Laut der US-Forschungsgruppe IDC soll China im letzten Jahr allein 10,6 Milliarden US-Dollar für neue Videoüberwachungsgeräte ausgegeben haben. IDC geht davon aus, daß Peking 2023 20,1 Milliarden dafür ausgeben wird und daß bis 2022 2.76 Milliarden Kameras installiert sein werden.

Schon heute sind die chinesischen Städte, Schulzimmer und sogar einige öffentliche Toiletten mit Gesichtserkennungstechnik zugepflastert. Als wäre das noch nicht besorgniserregend genug, haben chinesische Forscher ein System (basierend auf Künstlicher Intelligenz) entwickelt, das eine 500 Megapixel-Kamera steuert und nutzt. Damit kann ein gesamtes Fußballstadion auf einem überdimensionalen Bild erfaßt und eine einzelne Person gezielt gefunden werden.

China entwickelt sich in Siebenmeilenstiefeln zu einem wahren Alptraum von Überwachung, Kontrolle und staatlicher Repressionen. Bei den Protesten in Hongkong setzen viele inzwischen Laserpointer ein, um die Überwachungskameras „zu blenden“, oder besprühen die Linsen der Kameras.

Und da gibt es in Deutschland noch angebliche Linke wie die DKP, die China als sozialistisch bezeichnen.

Die neueste Entwicklung, daß Internetnutzer sich per Gesichtserkennung „freischalten“ müssen, ist ein enormer Schritt hin zu einer extrem staatsterroristischen Gesellschaft.

Die offensichtlichste Frage ist natürlich, wie lange es dauert, bis solche Forderungen und Techniken auch hier bei uns kommen? Sicherlich wird nicht allzu viel Zeit vergehen, bis die ersten entsprechenden Äußerungen auch bei uns vor der Politikerkaste aufgestellt werden.

Das ach so „liberale“, bargeldlose Schweden ist auf dem besten Weg dazu.