Oskar Lafontaine kneift!

Oskar Lafontaine sagte laut SR, die linke Sammlungsbewegung „Aufstehen habe erwogen, bei der Europawahl anzutreten, „um uns Steuermittel und Abgeordnetenmandate zu sichern, denn es gab ja gute Umfragen“.
Bei ca. 170 000 Unterstützern wäre es leicht gewesen, die dafür notwendigen Stimmen zu sammeln und einen Wahlkampf zu führen, wenn es sogar kleinere Parteien wie DIE PARTEI, Freie Wähler, Piraten, Tierschutzpartei, NPD, Familienpartei und ÖDP geschafft haben.

Man hätte im Europaparlament links von der Partei Die Linke das asoziale, undemokratische und militaristische Europa des Großkapitals entlarven und seine Steigbügelhalter einschließlich der Europäischen Linken (EL) angreifen können. Man hätte für den DEXIT ( den Ausstieg Deutschlands) als LEXIT (linken Ausstieg) kämpfen können.

Was machte aber Oskar Lafontaine? Er wandte sich ausgerechnet an die altliberale SPD, die schon seit 105 Jahren das Geschäft der Reichen betreibt.Für die Bewegung sei es auch aus finanziellen Gründen wichtig gewesen, daß sich die Parteien des 'linken Lagers' öffneten. Deswegen habe er auch Gespräche mit der SPD geführt,sagte er einer Mitteilung des Saarländischen Rundfunks (SR) von Montag, den 18.März zufolge vor Journalisten in Saarbrücken. Die SPD habe aber die Chancen nicht erkannt, die in einer Öffnung zu „Aufstehen“ lägen: „Die Parteien blocken. Und so ist das Ziel, die Parteien zu einer Öffnung und zu einer Zusammenarbeit zu führen, geblockt.“

Man habe sich aber dann gesagt, daß man als Sammlungsbewegung das linke Lager nicht spalten wolle.

In welchem Wolkenkuckucksheim lebt denn Oskar Lafontaine? Die Leute sind in erster Linie zu „Aufstehen“ gekommen, weil sie genug von den Grünen, SPD und der Führung der Die Linke hatten, was auf der Straße und von unten machen wollten. Oskar Lafontaine dagegen will sie wieder an Rot-Rot-Grün ketten und als Basiserweiterung für die pseudolinken Alt-Parteien mißbrauchen.

Einheit der Linken“, das ist das, was wir am wenigsten brauchen. Klarheit vor Einheit! Eine Sammlungsbewegung der unteren Schichten ist erst dann möglich, wenn sich die echte Linke, die die Diktatur der Lohnklaverei bekämpft, sich von der Schickeria-Linken, die sich im Globalismus wohlfühlt und sich individuell verwirklichen will, radikal trennt.

Trotz der Trennung von der Schröder-Clique ist anscheinend Lafontaine dem Typ des sozialdemokratischen Arbeiterverräters treu geblieben.