Der Neokolonialismus der BRD in Niger und Mali

Am Sonntag, den 11. November eröffnete die deutsche Kriegsministerin Ursula von der Leyen einen neuen Stützpunkt im afrikanischen Niger. Der Flughafen der nigrischen Hauptstadt Niamey soll nun als Logistikstützpunkt für den bereits seit Jahren andauernden Bundeswehreinsatz im benachbarten Mali tätig sein. Hierzu wurde nun ein Lager für die Bundeswehrsoldaten am Flughafen errichtet. Der Flughafen wurde schon länger als logistisches Drehkreuz von der deutschen Armee genutzt, allerdings wurden die rund 70 dort eingesetzten Soldaten bis jetzt in einem Lager des französischen Militärs untergebracht. Der Niger ist eines der ärmsten Länder der Welt und liegt an der Route durch die Migranten aus Afrika kommen wenn sie in Richtung Mittelmeer und Europa wandern.Das Land hatte zuletzt,angeblich auf Bitten der Europäer hin, schon den Kampf gegen „illegale“ Migration verschärft geführt.

Kriegsministerin von der Leyen bezeichnete das etliche tausend Kilometer entfernte Niger wie auch das schon lange von der Bundeswehr besetzte Mali, als „Teil der europäischen Nachbarschaft“.Zudem sagte sie, daß Niger ein wichtiger Partner im Kampf gegen den Terrorismus, organisierte Kriminalität und die illegale Migration sei. Das ist so was von lächerlich und verlogen, da die Bundesregierung sonst auf allen Ebenen die illegale Migration nach Deutschland fördert und die inländische organisierte Kriminalität nicht in den Griff kriegt. Aber auf fremden Territorium, auf einem anderen Kontinent können sie es auf einmal.Angeblich versucht die BRD in Form eines Bundeswehreinsatzes vor allem erstmals dem Land zu helfen, notwendige Mittel wie Fahrzeuge etc. zu beschaffen und die Sicherheitskräfte des Landes auszubilden. Doch langfristig gesehen müsse auch eine funktionierende Wirtschaft im Land installiert werden. In der Hinsicht sagte von der Leyen dem nigrischen Verteidigungsminister die Unterstützung der BRD zu.“Wir sind uns der großen Anstrengung bewußt, die noch zu unternehmen sind, um die langfristigen Perspektiven der Region zu verbessern – speziell, was die wirtschaftliche Entwicklung angeht“, sagte die Ministerin.

Doch das nigrische Volk hat gar nichts von den imperialistischen Machenschaften der BRD. Was die BRD in den unterdrückten Nationen tut, ist den bürokratischen Kapitalismus zu entfalten, die Arbeiterklasse des Landes auszubeuten, die Rohstoffe zu rauben (z.B. Uran) und die einheimische Bourgeoisie von sich abhängig zu machen, Somit entsteht für den deutschen Imperialismus eine weitere ökonomische Stütze und der Weg zur imperialistischen Großmacht zu werden wird mit weiteren Steinen gepflastert und fortgesetzt.