Protest gegen die Verleihung des Karlspreis 2018 an Macron

Am Himmelfahrtstag, den 10. Mai soll in Aachen der diesjährige Karlspreis 2018 an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron verliehen werden.

Eigentlich bekommt er ihn zurecht, denn der Karlspreis wird immer den Politikern verliehen, die sich um den Abbau der nationalen bürgerlichen Demokratien zugunsten der Brüsseler Diktatur des europäischen Großkapitals verdient gemacht haben wie Richard Coudenhove-Kalergi, Angela Merkel, Wolfgang Schäuble, Herman Van Rompuy, Martin Schulz,Jean-Claude Trichet oder Franz Vranitzky.

Uns haben zwei Punkte besonders bewogen, den französischen Präsidenten auszuzeichnen“, rechtfertigte der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp die Wahl Emmanuel Macrons zum Träger des Karlspreises 2018.Sein „Eintreten für Zusammenhalt und Gemeinsamkeit und sein entschiedener Kampf gegen jede Form von Nationalismus und Isolationismus“.

Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) verschweigt vollkommen die neokoloniale Kriegspolitik von Macron in Afrika und Syrien.Aber das ist ja kein Nationalismus. Nationalismus im Sinne der oberen Zehntausend ist nationale Selbstbestimmung und Demokratie.

Nach 100 Tagen war der Star Macron schon unbeliebter als sein Vorgänger Francois Hollande. So setzte er gegen heftige Proteste und Massendemonstrationen die neoliberale Arbeitsmarktreform und andere Maßnahmen durch.

Hunderttausende demonstrierten in ganz Frankreich gegen Stellenstreichungen und das Einfrieren der Löhne im öffentlichen Dienst, sowie die Privatisierung der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF.

Die Regierung will die sozialen Rechte der Bahnarbeiter zerstören, u.a. das Recht auf ein einheitliches Gehaltssystem, Rente für Lokführer mit 52 Jahren und für andere Eisenbahner mit 57 Jahren, sowie eine garantierte lebenslange Beschäftigung. Diese wurden nach dem Zweiten Weltkrieg etabliert.

In Paris ließen die Parolen auf den Transparenten die Wut auf die Regierung erkennen. Dort hieß es unter anderen: „Macron, zurücktreten!“, „Keine Zerstörung des öffentlichen Dienstes!“ oder : „Kein Verhandeln über soziale Rückschritte Dagegen hilft nur Generalstreik!“

Macrons Umfragewerte sind abgestürzt, und in der arbeitenden Bevölkerung wächst die Wut über seine Pläne, eine soziale Konterrevolution durchzusetzen. Er hat schon bisher Dekrete erlassen, die es Unternehmern und Gewerkschaften erlauben, Tarifverträge auf betrieblicher Ebene auszuhandeln.Damit hat er die Durchsetzung von Massenentlassungen und Billiglöhnen unterhalb des Mindestlohns ermöglicht.Als nächstes geht es der Regierung darum, den öffentlichen Dienst zu zerschlagen.

Geplant sind u.a. der Abbau von 120 000 Stellen, Nullrunden, die Einstellung von Leiharbeitern und umfassende Etatkürzungen.

In der Außenpolitik setzt Macron auf Krieg. Bevor der französische Präsident Emmanuel Macron zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Washington eintraf, gewährte er Fox News ein ausführliches Interview, in dem er einen langfristigen Krieg der Nato in Syrien befürwortete.Angesichts des militärischen Scheiterns ihrer Stellvertreterarmeen nach sieben Jahren Krieg in Syrien bereiten die großen Nato-Mächte im Nahen Osten eine aggressive Eskalation vor.

Als er über den Stellvertreterkrieg der Nato in Syrien befragt wurde, betonte Macron, für die französischen Interessen sei es von großer Bedeutung, daß die Vereinigten Staaten – und indirekt ihre europäischen Verbündeten – die Kontrolle über die ehemalige französische Kolonie ausüben. Er erklärte: „Wir werden das neue Syrien anschließend aufbauen müssen, und deshalb glaube ich, daß die Kontrolle der USA sehr wichtig ist.“

Inzwischen hat der französische Imperialismus 5 Stützpunkte in Rojava. Aber darüber spricht auch niemand.

Macron hat gegenüber Fox News schon den Krieg gegen den Iran im Auge:“Ich will ganz offen sprechen. An dem Tag, an dem wir diesen Krieg gegen den IS beenden, wenn wir das Land verlassen, endgültig und vollständig, dann werden wir, politisch gesehen, das Terrain dem iranischen Regime sowie Baschad al-Assad und seinen Leuten überlassen, und sie werden einen neuen Krieg vorbereiten.“

Macron nahm an dem von den USA angeführten Angriff vom 14. April teil, der zu einem direkten Zusammenstoß mit dem in Syrien stationierten russischen Miiltär hätte führen können. Das zeigt, daß die Welt am Rande eines Konflikts zwischen den großen Atommächten steht.

Auch in Afrika, in Mali und Niger führt Macron einen Kolonialkrieg, bei dem es um die Uranvorräte für den französischen Konzern AREVA geht.

Bekanntlich hat Karl der Große sein europäisches Frankenreich mit zahlreichen Kriegszügen und Blutbädern geschaffen. Macron bemüht sich in seine Fußstapfen zu treten.

Solidarität mit der französischen Arbeiterklasse!

Weg mit dem Kriegstreiber und Ausbeuter Emmanuel Macron!


Das Verdener Blutgericht auf einem Geldschein abgebildet.

Die Sachsenkriege Karls des Großen gehörten zu den längsten und grausamsten Feldzügen, die der Frankenkönig unternahm.
Die Kriege begannen im Sommer 772 n. Chr. mit der Zerstörung der Irminsul (einem altsächsischen Heiligtum) und endeten 805 mit der Ernennung des Missionars Liudger zum ersten Bischof von Münster. 
In die Zeit der Sachsenkriege fiel auch das so genannte Blutgericht von Verden. Dieser Ort liegt im heutigen Bundesland Niedersachsen. Hier sollen im Jahre 782 n. Chr. angeblich 4500 Sachsen hingerichtet worden sein.
Die Wende in den Sachsenkriegen kam mit der Taufe des Sachsenherzogs Widukind im Jahre 785. Karl der Große wurde dessen Taufpate und Widukind schwor den Treueeid auf Karl. Die Unruhen währten allerdings noch bis zum Jahre 804 n. Chr. 

P.S. Dieser Artikel konnte jetzt erst erscheinen, weil auf Grund der Umstellung auf Glasfaserleitung, das Internet, wochenlang nicht zugänglich war.