Im Westen nix Neues – Zionistische Hetzkampagne gegen die schottische Band Young Fathers!

Im August sollte die Band Young Fathers im Rahmen des Festivals Ruhrtriennale in der Bochumer Jahrhunderthalle auftreten. Sollte. Denn die Band machte im letzten Jahr in Deutschland auf sich aufmerksam,als sie sich wegen der Partnerschaft des Pop-Kultur Festivals Berlin mit der Israelischen Botschaft aus diesem zurückzog. Die einzigen Künstler, die diese Zusammenarbeit kritisierten, waren sie bei weitem nicht.

Die jungen Männer, die bisher drei Alben mit einer Auswahl an facettenreicher und experimenteller Musik mit Elementen aus Reggae, Elektro-Pop und Hip-Hop herausgebracht haben, sind nämlich BDS (Boykott,Divestment und Sanctions) Unterstützer.

Daß palästinasolidarische Künstler auf Festivals auftreten, ist für Zionisten natürlich nicht hinnehmbar. Und so dauerte es nicht lange, bis die berüchtigte Malca Goldstein-Wolf, die erst kürzlich eine Schmutzkampagne gegen den britischen Sänger und ebenfalls BDS Aktivisten Roger Waters wesentlich mitinitiierte,mit einem offenen Brief Druck auf die nordrhein-westfälische Landesregierung ausübte, den Auftritt von den Young Fathers zu verhindern. Man solle klar „Nein!“ zu BDS sagen.

Nun ist das Ruhrtriennale-Festival in vorauseilendem Gehorsam eingeknickt und fordert die Musiker dazu auf, sich von der von den Palästinensern geführten BDS-Menschenrechtsbewegung zu distanzieren, um bei dem Festival auftreten zu dürfen.

Somit ruft es zu einem Boykott der BDS-Bewegung auf und fordert von seinen auftretenden Künstlern ein sich nicht politisch für die Palästinenser einzusetzen, während es sich andererseits Werte wie Kunstfreiheit auf die Fahnen schreibt.Es zeigt sich wieder einmal, daß in Deutschland Künstler keine politische Meinung haben dürfen, die sich nicht an der deutschen Staatsräson der bedingungslosen Solidarität mit Israel orientiert.

Es ist infam, daß es in diesem Land problemlos möglich ist, Künstler, die sich als Aktivisten für die Rechte der Palästinenser stark machen, als Antisemiten zu bezeichnen, ohne daß sie Protest seitens der deutschen Linken erwarten zu haben.

In Bochum wird das so nicht laufen. Wir als KPD/ML bekunden den Young Fathers sowie der BDS Bewegung unsere volle Solidarität: Laßt euch nicht unterkriegen von der zionistischen Hetze! Sollte die Ruhrtriennale die Young Fathers tatsächlich ausladen, werden wir die nicht unkommentiert lassen.

Solidarität muß praktisch werden! Nein zu Zionismus und Rassismus!