Philippinen: Massaker an sieben unbewaffneten Kommunisten

Sehr spärlich kommen Berichte von den Klassenkämpfen in den Philippinen durch die bürgerlichen Medien nach Europa.Ein revolutionärer Funke könnte sich zu einem Steppenbrand entwickeln. Selbstkritisch müssen wir auch von der KPD/ML (rotermorgen.info), als kleine Organisation zugestehen, angesichts der Vielzahl der Schauplätze des Klassenkampfes auf der Welt, schon lange nichts mehr von den Kämpfen auf den Philippinen berichtet zu haben.

Pressestellungnahme der Nationaldemokratischen Front von Panay

15. August 2108

Ein Massaker – und kein Gefecht – fand in Antique statt

Es fand kein Gefecht/keine Auseinandersetzung in Alabay, San Jose, Antique um Mitternacht des 15. August 2018 statt. Es war ein Massaker, geplant und durchgeführt von der kriminellen und faschistischen 301sten Brigade, dem 61sten Infanteriebataillon, Antique PMF und der Philippinischen Nationalpolizei aus San Jose. Es klebt noch mehr Blut an den Händen der faschistischen Söldner von Militär und Polizei auf Panay.

Das brutale Masskaer an unseren Bildungs- und Propagandaarbeitern hat gerade das Sekretariat der CPP (Kommunistische Partei der Philippinen) und NDF-Panay (Nationaldemokratische Front der Philippinen) erreicht. Sie sind legitime Mitarbeiter des Sekretariats der CPP und der NDF in Panay, sie sind nicht bewaffnet und nicht Kombattanten. Sie haben Forschungen und Untersuchungen betreffend die Situation des Volkes in verschiedenen Gebieten Panays geleitet, nicht zum Zwecke des Kampfes oder taktische Offensiven durchzuführen, sondern um die Probleme und Sorgen der Massen in der Region tiefgehend und konkret zu untersuchen.

Die Genossen besuchten Antique um die von den Menschen der Provinz vorgebrachten Probleme zu untersuchen, so wie Abriß, Sorgen der armen und kleinen Fischer, die Armut der Arbeiter und Sacadas, steigende Preise für Rohstoffe und Waren, während ihre Einkommen und Lebensgrundlagen abnehmen und schwinden.

Ka Dudi (Felix Salditos),Ka Ipo (Eldie Labinghisa), Ka Elton (Peter Mecinas), Ka Liwa (Karen Geralvo) und Ka Meyang (Liezel Bandiola) waren Veteranen und verantwortliche Kader der Partei und der Revolution. Sie haben die reifsten und produktivsten Jahre ihres Lebens dem höchsten Dienst am Volk und dem Voranschreiten des Revolutionären Kampfes in Panay gewidmet. Es ist sehr hart zu akzeptieren, daß die revolutionäre Bewegung mit einem Schlag so viele Genossen, voller Fähigkeiten, Talente, Intelligenz und Eifer verloren hat.

Ka Bebe (Jason Talibo) und Ka Jason Sanchez waren da um den Genosse mit technischen Diensten zur Seite zu Stehe, um ihre Erforschung und Untersuchung der Bedingungen der rückständigsten Provinz Panays zu erleichtern.

Das faschistische Militär und die Polizei sind Lügner, Feiglinge und verzweifelt.

Die erste Lüge war, daß die Genossen angeblich bewaffnet waren und das Feuer eröffneten. Die Wahrheit ist, daß die Genossen unbewaffnet waren und daß es die Söldner-Truppen waren, die schossen, die ihr Feuer hielten und erst aufhörten zu schießen, als sie sicher waren,daß die Genossen im Haus tot waren.

Das meiste gefundene Blut war innerhalb des Hauses, was zeigt, daß die Genossen nicht in Schußposition waren, sondern eher die faschistischen Kriminellen über die unbewaffneten schlafenden Genossen herfielen und auf sie schossen.

Die zweite Lüge war, nach neun Stunden, zeigten sie den Medien und der Öffentlichkeit die angeblichen Schußwaffen der Leute, die sie massakriert hatten. Die Wahrheit ist, daß sie ein paar Waffen platziert haben (eine Granate, ein 38er Revolver, eine KG-9, eine M203-Granate,aber kein Gewehr), so wenige, daß selbst die Medien feststellten, daß mit solch einer Anzahl wohl kaum ein 30-minütiges Feuergefecht auszuhalten sei. So sehr, daß der Police Regional Office 6 Superintendant Balalacao eine M14 bei der Pressekonferenz zu ihren platzierten Waffen hinzufügt und das Alibi vorbrachte, daß der eine, der entkommen sei, das M203 Gewehr mitgenommen habe. Man kann dieses Garn jedoch leicht durchschauen.

Die dritte Lüge war, daß sie die Haftbefehle gegen zwei Genossen vollstrecken wollten. Die Wahrheit, ihre Absicht war es jeden zu töten,der in ihrem Haus war. Wenn ihr Plan war den Haftbefehl zu vollziehen, warum vollstrecken sie ihn dann mitten in der Nacht, unterm Schutz der Dunkelheit? Und zu denken, daß der 61ste Infanteriebataillon Colonel Maghalot und Antique Philippinischen Nationalpolizei Chef Mark Darreca ,hundert Mann eingesetzt haben, nur um zwei Persönlichkeiten zu fangen.

Die vierte Lüge war die Erklärung von Maghalot und Bulalacao, daß die Genossen Mitglieder der RTIG (Regionalen-Steuererhebungs-Gruppe) waren und dort vor Ort waren, um Erpressungsaktivitäten durchzuführen. Die Wahrheit ist,daß die Genossen Mitarbeiter der CPP und der NDF für Bildung,Propaganda und Untersuchungen waren. Es ist der langweilige und oft wiederholte Vorwurf des Feindes, daß die NPA zur Erpressung greifen würde, weil sie hungern. Und sie fügen den absurden Vorwurf hinzu, daß die NPA vorhatte die PNP-Polizeistation in San Jose anzugreifen.

Dutertes faschistische Söldner haben nichts, worüber sie bei dem Massaker an unbewaffneten Genossen prahlen könnten. Sie sollten beschämt sein, über ihren feigen und verzweifelten Mord an Leuten, die sich nicht wehren konnten. Das ist ihre Vergeltung für die militärischen Aktionen der NPA (Neue Volksarmee) der letzten Monate, bei denen das 61ste Infanteriebataillon und CAFGU (paramilitärische Unterstützungsgruppen) Verluste erlitten. In ihrer Verzweiflung stürzen sie sich auf die Unbewaffneten, wie die 20 000 Zivilisten, die sie im Namen von Tokhang (Krieg gegen die Drogenkonsumenten und kleine Verkäufer) ermordet haben.

Getreu den Anweisungen ihres blutrünstigen Oberbefehlshabers haben sie mit Vorsatz und Feigheit die Regeln des Krieges der Genfer Konventionen und des CARHRHIL über das Verbot von Gewalt gegen Zivilisten und unbewaffnete Personen verletzt. Diese Vereinbarungen wurden von der Regierung der Philippinen 1949, 1977 und das CARHRIHL (Comprehensive Agreement on Respect for Human Rights and International Humanitarian Law) am 7.August 1998 unterzeichnet. Das zeigt die söldnerische, feige und terroristische Orientierung von Militär und Polizei unter ihrem Nr.1 Terroristen Kommandeur.

Im Gegensatz zu den faschistischen Truppen, die ihre Verluste verbergen, sind wir stolz sie anzuerkennen und beanspruchen Ka (die Genossen) Dudi, Ipoy,Elton,Liway,Mayang,Bebe und Jason. Wir prahlen mit ihnen, als einige der besten Söhne und Töchter unseres Vaterlandes. Wir sind stolz auf ihre produktive Arbeit und ihre Beiträge zur revolutionären Bildung,Propaganda, Kultur und Untersuchung. Sie waren schlaue und fleißige Genossen, die ihr Wissen und ihre Kenntnisse der jüngeren Generation von Revolutionären zur Verfügung stellten. Sie gaben Farbe,Musik,Energie und Leben zur revolutionären Propaganda und Kultur für die Ausgebeuteten und Unterdrückten, für echte Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden.

Unsere Trauer wird nicht in vergossenen Tränen enden. Was unsere revolutionären Märtyrer gewollt hätten, ist, daß sich unsere Trauer und Wut verwandelt und wir tapfer unsere Fäuste heben und laut rufen, den revolutionären Kampf fortsetzen! Wir salutieren euch, geliebte Genossen!

Das Blut an den Händen der Faschisten wird nie vergessen werden.

Concha Aranete

Sprecherin

Nationaldemokratische Front -Panay

  1. August 2018

Artikel aus der Zeitung „Panay Today“ vom 16. August

ILOILO City – die Menschenrechtsgruppe Panay Alliance Karapatan ist fest überzeugt, daß der Vorfall, der am frühen Morgen des 15. August geschah, ein Massaker und kein Gefecht war, wie in der Geschichte von PNP (Polizei)/AFP (Armee).

In ihrer anfänglichen Fakten-Findungs-Mission gestern Abend, sagte der Generalsekretär von Karapatan, Reylan Vergara, die Anwohner behaupteten, daß die sieben Opfer aller höchst wahrscheinlich in ihrem Tiefschlaf waren, als sie mit Kugeln durchlöchert und brutal ermordet wurden.

In einem Interview von Karapatan mit der Belegschaft eines lokalen Bestattungsinstituts, in das die Körper anfangs zur Einbalsamierung gebracht wurden, sagte er, alle wurden von vorne und aus nächster Nähe erschossen, so daß die Kugeln die Körper der Opfer nicht verlassen haben.

Vergara sagte außerdem, daß alle Opfer Schußwunden im Kopf und in der Brust hatten, ein Zeichen, daß das Hinrichtungsschüsse waren, um ihren Tod sicherzustellen.

Die Antique7 sind Mitglieder der Kommunistischen Partei der Philippinen – laut der AFP der Neuen Volksarmee. Es wurde bisher noch keine offizielle Stellungnahme dieser Organisationen veröffentlicht. Karapatan verurteilt den Massenmord von in Antique als Bruch des internationalen Menschenrechts.

Vergara sagte, im Krieg, wenn die andere Partei keine Möglichkeit mehr hat zu kämpfen, muß sie als hors-de-combat (kampfunfähig,außer Gefecht) betrachtet und behandelt werden,wenn verletzt.Aber im Fall der #Antique7 sagten sogar die Anwohner, daß die Schüsse nur von der Seite der AFP/PNP kamen.

Vergara sagte auch, daß die Opfer keinerlei Kampfspuren aufwiesen und diese Granaten und verrosteten Knarren platziert wurden, weil sie nicht zu den Kugeln gepaßt haben, die von den Opfern beschlagnahmt wurden.

Die Antique 7 Ermordeten wurden identifiziert als:

Jason Talibo

Jason Sanchez

Karen Ceralvo

Liezel Bandiola

Felix Salditos

Rey Panes

unidentifizierter Mann

Das Massaker fand in einer verlassenen Dorfkirche in 7, Purok Barangay Arabay, San Jose, Antique, gegen 12:10 Uhr nachts am gestrigen 15. August statt

Karaptan und die Famillien der Opfer erwarten die Autopsie für weitere Fakten zum Tod der 7 Ermodeten in Antique.