Ein äußerst schädlicher Wiederaufwasch der revisionistischen Komintern.

Vor 67 Jahren wurde die Komintern von J.W. Stalin aufgelöst, weil sie eine Brutstätte des Revisionismus war
und das Werkzeug der Chruschtowianer war um die internationale kommunistische und Arbeiterbewegung
zu zerstören. Dabei wurde Georgi Dimitrov als Galionsfigur missbraucht um die Zerstörung durch die
Chruschtowianer zu vollenden. Begonnen hat das Elend mit dem Versuch der Komintern die KP Chinas zu
unterwandern und deren Unbeständigkeit besonders um Mao Tse Tung aus zu nutzen um dort das Unheil zu
verbreiten. Das ist im großen Maße gelungen und heute ist China zu einer imperialistischen Supermacht
geworden, dessen gefährliche Kriegstreiberei in Asien und anderen Teilen der Welt zu einem 3. Weltkrieg
führt.

Unter dem Vorwand wie ICOR sagt, einen klaren Trennungsstrich zum Revisionismus, Trotzkismus und
Anarchismus zu ziehen und zu jeder Form von Antikommunismus wie feindselige Angriffe und die
bürgerliche Hetze gegen den sogenannten „Stalinismus" oder „Maoismus" und die Diktatur des Proletariats."
hat sich die ICOR (International Coordination of Revolutionary Parties and Organizations) wie sie sagt, in
einem mutigen Schritt zu einer neuen internationalen Organisation des revolutionären Proletariats und aller
um ihre Befreiung kämpfenden unterdrückten Massen gebildet.

Kein Wort der Fortsetzung der Prinzipien J.W. Stalins und Partei der Arbeit Albaniens mit Enver Hoxha, die
Bekämpfung der Mao Tse Tung-Ideen. Die entstandene fortgesetzte Spaltung der internationalen
kommunistischen und Arbeiterbewegung, zum Beispiel das Schwanken eines Erich Honecker, erst
bekämpfte er Mao bis aufs Messer, 1989 im Knast dann bezeichnete er Mao als Revolutionär, wer wird da
noch klug? Stattdessen werden J.W. Stalin und Mao Tse Tung in einen Topf geworfen um angebliche Hetze
gegen sie zu bekämpfen. Es gibt weder Stalinismus noch Maoismus. Es sind Erfindungen der Revisionisten
um ihren angeblich so fortschrittlichen Quark unter die Menschen zu rühren. Unter dem Vorwand des
Kampfes für die Demokratie und gegen die Diktatur des Proletariats stellen sie das gegen einander. Dabei ist
die Diktatur des Proletariats Demokratie des Proletariats. Mit einem Taschenspielertrick versuchen die
Anhänger Maos die von den Chruschtowianern diskreditierte Diktatur des Proletariats, bekanntlich
wandelten sie diese um in die Diktatur der Partei, ebenfalls in eine Diktatur der Partei und ihres Militärstiefels
zu gebrauchen. Dazu bedienen sie sich des berühmten Zitats von Mao, die politische Macht kommt aus den
Gewehrläufen. Es bedarf nur eines bewaffneten Putsches der Partei um die Macht im bürgerlichen Staat zu
übernehmen. Derlei Militärdiktaturen siedeln sich bekanntlich um China herum an. Ob in China oder herum,
falls der Hunger der Proleten zu groß wird, wird der mit Gewehrkugeln gestillt. Diese Entstellung des
Marxismus-Leninismus durch intellektuelle Salonkommunisten, die einige Passagen aus den Werken von
Marx und Lenin auswendig gelernt haben und sie wiederholen wie ein Papagei ohne sie zu begreifen,
haben viel Schaden und Verwirrung unter den Proleten angerichtet. Wem soll man denn nun glauben?
Dieser Spuk hat sich auch in der KPD/ML breit gemacht, als die Mao Tsetung-Ideen und das rote Buch von
Mao gewedelt wurden. Mit der großen proletarischen Kulturrevolution dachte man gegen den Moskau-
Revisionismus an zu treten, aber man geriet vom Regen in die Traufe. Man hatte lediglich den Teufel mit
dem Belzebub ausgetrieben. Die Mao Tsetung-Ideen erwiesen sich als blinder Spuk und völlig untauglich für
die Praxis des Klassenkampfes. Mit dem subjektiven Voluntarismus ist kein Prolet hinter dem Ofen hervor zu
locken, geschweige vom Sofa runter zu holen. Auch wenn diese falschen Parolen noch so laut gebrüllt
werden, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist. Es ist konfuzianischer Aberglaube. Und der hat mit
Klassenkampf rein gar nichts am Hut.
Einer der ersten praktischen Beschlüsse der ICOR ist die Verpflichtung der Mitglieder, jährlich vier
internationale Kampftage bewusst gemeinsam zu begehen und die Arbeiterklasse und die Volksmassen auf
der ganzen Welt dazu aufzurufen. Diese vier Kampftage sind der 1. Mai, der 8. März, ein internationaler
Kampftag gegen Faschismus und Krieg, der in jedem Land entsprechend der dortigen Tradition an
unterschiedlichen Daten begangen wird sowie ein internationale Kampftag zur Rettung der natürlichen
Umwelt Anfang Dezember. Der Klassenkampf der ICOR besteht also nur aus diesen vier Kampftagen,
ansonsten macht man es sich gemütlich im Salon des Kaffeehauses. Ein derart läppisches und kindisches
Verständnis des Klassenkampfes kann nur in den Hirnen einiger abgewrackten und verlumpter
Intellektuellen entstehen. Für die Sorgen und Nöte der Proleten ist darin kein Platz, geschweige das
Verständnis.

Klassenkampf ist einer zwischen den gegensätzlichen Klassen tobender Kampf um die Macht, der hängt
nicht von Kampftagen ab. Der Staat ist Ausdruck des Gegensatzes dieser Klassen. Ihn zu beseitigen und
durch einen anderen zu ersetzen bedeutet den Gegensatz zu erhalten. Keinesfalls kann die KP ein neuer
Staat werden oder ein Staat im Staat, Funktionäre zu neuen Beamten. Wie W. I. Lenin sagt muss die Köchin
in der Lage sein die Staatsgeschäfte zu führen. Dabei muss sie auch nicht zur Kaste der Beamten
absteigen. Demokratie der Massen, wie sie in den Sowjets oder Räten als gesetzgebende und ausführende
Organe in der Sowjetunion bis zum Putsch von Chruschtschow & Co bestand, die sich als Diktatur des
Proletariats verstand, ist heute in Wodka versoffen. Zu dem Besäufnis gesellt sich die ICOR hinzu.

31.10.2010

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