Mit Eurokommunismus gegen Eurokommunismus.

Diese Tage treffen sich diverse kommunistische Parteien in Paris um über die Krise des Kapitalismus im
Allgemeinen und der Krise der Europäischen Union im Besonderen zu beraten. Dabei befinden sich diese
Parteien selber in der Krise und wetteifern damit wie sie sich in die EU einbringen können. Das geschieht auf
gefährliche und betrügerische Weise gegenüber der Arbeiterklasse mit diversen Reformen, die da
hinauslaufen, daß man sich weigert die Krise des Kapitalismus zu bezahlen. Unter diesem Motto finden
zahlreiche Proteste und Demonstrationen auf den Straßen Europas statt. So auch intensiv in Griechenland
mit dem Auftritt der KKE. Doch es ist und bleibt purer Ökonomismus und Handwerkelei. Die Umverteilung
der Lasten der Krise kann und darf niemals Gegenstand der Diskussion sein. Das leugnet nämlich die
Ausbeutung der Arbeiterklasse durch die Kapitalistenklasse. Man gedenkt so die Verschärfung in der offenen
Krise als Anlass zu nehmen diese etwas zu lindern, sonst nichts. Wenn die Schärfe vorbei ist, dann kann
alles im alten Trott weitergehen. Offen spricht in diesem Lande die SED, heute sich die LINKE genannt, von
der Notwendigkeit der Gewinnung der Mitte der Gesellschaft. Das ist die schwankende Arbeiteraristokratie,
die nur nach Lust und Laune kämpft. Die dem Eurokommunismus verbundenen Parteien in Westeuropa
haben schon lange diesen Kurs eingeschlagen und das wird heftig kritisiert nachzulesen im Werk von Enver
Hoxha Eurokommunismus ist anti-Kommunismus. Doch hier hat man den Eindruck die KKE will noch einmal
das Rad erfinden, bzw. seine Gegnerschaft zum Eurokommunismus. Kein Wort über diesen prinzipiell schon
lange von den Marxisten-Leninisten abgelehnten Kurs des Eurokommunismus. Das perfide an der Sache ist,
die EU wurde einst als Bollwerk gegen Sozialismus gegründet sowohl nach innen wie nach außen. Die EU
wollte mit der besseren Integration der europäischen Länder zeigen, daß der Kapitalismus die richtige
Antwort auf den Sozialismus ist. Nun ist die Sowjetunion samt sozialistischen Länder von der Landkarte
verschwunden. Die osteuropäischen Länder sind in der EU untergekrochen, selbst das einst sozialistische
Albanien träumt nun im Schoß der EU zu landen und von dort die Fleischtöpfe zu füllen. Im Kosovo weht die
EU-Fahne und der Militärstiefel hat den Freiheitskampf der Albaner erstickt. Es ist zum Protektorat der EU
und besonders Deutschland geworden. Auch Griechenland droht dieses Schicksal sowie noch andere
europäische Länder. Doch die EU kann schon lange nicht die Träume erfüllen, die sich die Beitrittsländer
erhofft haben. Außer Kapitalimport und riesige Schulden sowie den teuren Ramsch aus Deutschland ist da
nicht viel gekommen. Und soviel Apfelsinen und Oliven kann Griechenland gar nicht anbauen wie es für den
teuren Ramsch bezahlen muss. Im Gegenteil, Kahlschlag in der Landwirtschaft hat die Bauern auch in
Griechenland auf die Barrikaden im Januar diese Jahres gehen lassen. Doch davon will die KKE nichts
wissen.
Zwar führt sie Hammer und Sichel in der Fahne aber das hat nur Symbolwert. In allen Ländern Europas gibt
es eine starke Bauernbewegung. Die Milchmeuterei gegen die Großkonzerne wie Nestlé die ganz Europa
beherrschen und die Bauern würgen bis zur Hofaufgabe in der letzten Zeit war aber stets isoliert von den
Kämpfen der Arbeiter. Das hat seine Ursache in der Bekämpfung der Bauern als reaktionär. Diese Spaltung
der Arbeiterklasse ist allen eurokommunistischen Parteien eigentümlich und typisch für den vorherrschenden
Revisionismus, sowie der reaktionären Haltung der dominierenden Arbeiteraristokratie in diesen Parteien.
Solcherart sind die Kämpfe der Arbeiterklasse stumpf und werden von den Kapitalisten als nützlich
betrachtet. Ein bisschen polizeilicher Rummel inszeniert und dann geht es wieder nach Hause.
Ohne die Einheit von Arbeiter, Bauern und Soldaten wäre die Sowjetunion mit J.W. Stalin niemals erfolgreich
gegen den Imperialismus gewesen. Ohne diese Einheit wäre der Befreiungskampf in Albanien im Krieg
verloren gewesen. In diesem Armenhaus Europas organisierte die KP Albaniens später Partei der Arbeit die
Versorgungswirtschaft. Dem aber haben die Revisionisten keine Bedeutung beigemessen und balgte sich
lieber um Parlamentssitze, so wie sie das heute noch tun. Allenfalls lassen sich bei Demonstration blicken
um Reklame für ihre Sitze und Wiederwahl zu machen. Die Produktivkräfte der EU sind mit dem
Kapitalismus zum Erliegen gekommen. Immer mehr Geld zwecks Schulden wird in diverse Länder rein
gepumpt. Hunger und Elend grassiert. Und dann wird da von Krise bezahlen gefaselt. Vornehm wird mit
philosophischen Geschwätz über dies hinweg geredet. Das sind Redensarten von satten Kleinbürgern. Statt
Kochtopf wird die Wahlurne aufgestellt. Die Eurokommunisten sitzen am Katzentisch und lassen es sich gut
gehen bei parlamentarischen Geschwätz. Von die Versorgunsgwirtschaft organisierenden Räten wollen sie
nichts wissen, geschweige von deren Macht. Über alles soll die Partei stehen mit dem Etikett kommunistisch.
Die Sowjetunion geriet so aus den Fugen, so wurde die Partei zur Partei des ganzen Volkes und des
Kapitalismus. Jetzt wo die kapitalistische EU aus allen Fugen kracht, da kommen die Eurokommunisten und
wollen sie retten, eine Reform der EU durchführen. Doch es ist nicht die Zeit für Kosmetik; der Arbeiter, der
Bauer und Soldat will Antworten. Soll der Soldat noch für die EU metzeln, soll der Polizist noch für die
herrschende Clique und deren Albernheiten knüppeln? Außer hohlen Phrasen und abstrakten Gerede von
Revolution und Sozialismus kommt da nichts. Dabei hat die Geschichte in Europa schon mal gelehrt was
anlässlich eines imperialistischen Krieges zu tun ist, nämlich die Gewehre um zu drehen.
Alle Macht den Räten! Für eine Sowjetunion vom Atlantik bis zum Pazifik! Lenin, Stalin, Sieg!
Nieder mit den Chruschtowianern und Eurokommunisten.
Es lebe hoch Enver Hoxha!

11.12.2010

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